Christian Mühling

Dr. phil. Christian Mühling ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität Würzburg. Seine Bücher, darunter „Homosexualität am Hof: Praktiken und Diskurse vom Mittelalter bis heute„, sind erhältlich im Onlinebuchshop Gay Book Fair, im gutsortierten Buchhandel und in Bonn im Buchladen des Bundesamtes für magische Wesen.

Für seine Dissertation mit dem Titel „Die europäische Debatte über den Religionskrieg (1679-1714). Konfessionelle Memoria und internationale Politik im Zeitalter Ludwigs XIV.“ hat Dr. Christian Mühling am 17. März 2019 in Emden den J.F.-Gerhard-Goeters-Preis erhalten.

Die Gesellschaft für die Geschichte des reformierten Protestantismus vergibt diese Auszeichnung in Erinnerung an den Kirchenhistoriker J.F. Gerhard Goeters. Der Preis geht jeweils an hervorragende deutschsprachige Dissertationen oder Habilitationen zur Geschichte des reformierten Protestantismus.

Dr. Mühling zeigt in seiner Arbeit, wie eng die Religionskriegsdebatte mit der Geschichte des reformierten Protestantismus verbunden ist. So verortet er ihre Entstehung in der historischen Auseinandersetzung um die Legitimität des Edikts von Nantes, die reformierte Pastoren und katholischer Klerus im Frankreich Ludwigs XIV. führten. Hugenottische Glaubensflüchtlinge trugen diese Debatte weiter ins protestantische Ausland und verbreiteten die ursprünglich französische Debatte auf diese Weise in Europa.

Für die Arbeit hat der Historiker 2018 bereits zwei andere Preise erhalten: den Deutsch-Französischen Dissertationspreis und den Caspar-Olevian-Preis. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 7.500 Euro will er für die Übersetzung seiner Dissertationsschrift verwenden. Diese soll im Herbst 2019 in französischer Sprache in der Reihe „Vie des huguenots“ bei Honoré Champion in Paris erscheinen.

Dr. Mühlings Dissertation – die deutsche Fassung ist 2018 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienen – entstand in einem deutsch-französischen Promotionsverfahren unter Leitung der Professoren Olivier Chaline und Christoph Kampmann an den Universitäten Paris-Sorbonne und Marburg.