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Katars WM-Botschafter löst mit Bemerkung zu Homosexualität Empörung aus

Lesben- und Schwulenorganisationen fordern Fifa zu Unterstützung während der WM auf

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Berlin (AFP) – Zwölf Tage vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Katar hat der katarische WM-Botschafter und Ex-Fußballnationalspieler Khalid Salman mit Äußerungen über Homosexualität für Empörung gesorgt. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte am Dienstag in Berlin, Salmans Äußerungen seien “furchtbar”. Der Lesben- und Schwulenverband forderte von der Bundesregierung eine Reisewarnung und eine Absage aller offiziellen Reisen zur WM. Salman hatte Homosexualität in einer ZDF-Dokumentation als “geistigen Schaden” bezeichnet.

“Während der WM werden viele Dinge hier ins Land kommen. Lass uns zum Beispiel über Schwule reden”, sagte Salman in einem Interview in der ZDF-Dokumentation “Geheimsache Katar”, das am Montagabend in Auszügen im “heute journal” ausgestrahlt wurde. “Das Wichtigste ist doch: Jeder wird akzeptieren, dass sie hier herkommen. Aber sie werden unsere Regeln akzeptieren müssen.”

Schwulsein sei “haram” und damit verboten, fügte Salman hinzu. “Es ist ein geistiger Schaden.” An dieser Stelle wurde das Interview nach ZDF-Angaben durch den Pressesprecher des WM-Organisationskomitees abgebrochen.

Sportministerin Faeser: Solche Äußerungen sind furchtbar

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Faeser sagte, solche Äußerungen seien “natürlich furchtbar”. “Und das ist auch der Grund, warum wir daran arbeiten, dass sich die Dinge in Katar hoffentlich perspektivisch auch verbessern”, fügte die auch für den Sport zuständige Ministerin hinzu.

Katar steht als WM-Gastgeber wegen der Menschenrechtslage in dem Land schon lange in der Kritik. Homosexualität ist in dem Emirat strafbar. Faeser hatte bei einer Reise nach Katar vor einer Woche nach eigenen Angaben aber eine Zusage für die Sicherheit aller anreisenden Fußballfans erhalten.

“Alle Menschen, egal woher sie kommen, wen sie lieben und woran sie glauben, müssen bei der WM sicher sein: Jeder Fan muss sich frei und ohne Angst bewegen können”, hatte Faeser zum Abschluss ihrer Reise gesagt. Diese “Sicherheitsgarantie” habe ihr Katars Regierungschef Chalid bin Chalifa bin Abdulasis al-Thani gegeben.

Faeser geht auch nach den Äußerungen des WM-Botschafters davon aus, dass die “Sicherheitsgarantie” des Regierungschefs weiter gilt. Sie habe “keine neuen Anzeichen von ihm selbst, dass sich daran etwas geändert haben sollte”, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag.

Forderung nach Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

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Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) forderte dagegen eine ausdrückliche Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Lesben, Schwule und andere queere Menschen. Die Aussagen des katarischen WM-Botschafters seien “verstörend und dennoch keine Überraschung”, da sie die “homosexuellenfeindliche Grundhaltung des Regimes in Katar” offenbarten. Die Bundesregierung solle nun konsequent alle diplomatischen Reisen während und zur WM in Katar abzusagen, forderte der LSVD. Fußball-Fans sollten die WM boykottieren.

In Zürich forderten derweil rund 50 Aktivisten den Fußball-Weltverband Fifa mit einer Protestaktion auf, sich während der WM für LGBTQ-Rechte einzusetzen. Dazu veranstalteten sie ein gestelltes Fußballspiel zwischen angeblichen Vertretern der Fifa und Katars in einer Mannschaft und LGBTQ-Aktivisten im gegnerischen Team.

Mit der Aktion wollten die Aktivisten nach eigenen Angaben Fußballer und Sponsoren dazu ermutigen, während der WM ihre Unterstützung für die LGBTQ-Rechte in Katar zu zeigen. “Es liegt an der Fifa, Verantwortung zu übernehmen und wirklich etwas für die Rechte und den Schutz von LGBTQ-Personen in Katar zu tun – nicht nur für die Fans, sondern für alle Menschen, die derzeit dort leben”, sagte Mitorganisator Gae Colussi der Nachrichtenagentur AFP.

Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

kas/jes

© Agence France-Presse

AFP Agence France-Presse

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