Ein schwules Buch bei Gay Book Fair veröffentlichen
Ein schwules Buch bei Gay Book Fair veröffentlichen

Der Online Buch Shop „Gay Book Fair“ gehört zum Bundeslurch Verlag, welcher (schwule) Fantasyromane als Hardcover im „amtlichen“ Layout und seit Herbst 2020 auch Softcover veröffentlicht.

Gedruckt auf hochwertigem Papier, kommen unsere Romane und Sachbücher als Hardcover und als Softcover in den Buchhandel. Aber wir möchten künftig auch schwule Belletristik, darunter Gay Romance, Drama und schwule Krimis sowie Sachbücher zur LGBTIQ-Thematik in unser Verlagsprogramm aufnehmen.

Wir lieben Bücher, und das Gefühl, welches sich einstellt, wenn man ein „richtiges“ Buch in Händen hält. Gute Bücher begleiten den Leser oft über Jahre. Und deswegen legen wir Wert darauf, dass die mit Liebe und Sorgfalt geschriebenen Gay Romance Geschichten, schwulen Krimis, Dramen und Sachbücher sich auch angemessen präsentieren.

Ein Manuskript für ein „schwules Buch“ einreichen

Wenn ein/e Autor*in ein Buch bei uns verlegen lassen möchte, so erwarten wir Folgendes:

  • Ein Exposé, d.h. eine Zusammenfassung der Geschichte mit ihren wichtigsten Handlungssträngen.
  • Ein Personentableau, also eine Vorstellung der Handlungsträger, vielleicht mit einem Ausblick, wie sich der/diejenige in der Geschichte entwickelt, was ihn/sie ausmacht.
  • Ein Autorenporträt mit Foto und Informationen

Was brauchen wir als Verlag nicht:

  • Exposés, Vorstellungen und Manuskripte, in denen es vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern nur so wimmelt. Eine Rechtschreibprüfung hat jede gute Textverarbeitung und die sollte man zu nutzen wissen.
  • Eine auf den Punkt genaue Angabe des Manuskriptes in sog. Normseiten. Wie umfangreich ein Buch wird, entscheidet sich spätestens, wenn das Buch gesetzt wird.

Was wollen wir als Verlag nicht:

  • Autor*innen, die mit rechtsextremen Gedankengut, z.B. aus dem AfD-Dunstkreis ankommen. Der gesamte Budneslurch Verlag und sein „Bundesamt für magische Wesen“ verkörpern die Werte, für die das Grundgesetz und die allgemeinen Menschenrechte stehen. Den Rassismus, die Homophobie, die Frauenfeindlichkeit, den Antisemitismus und vieles andere, wofür die Völkischen stehen, lehnen wir ab.
    Besuchern unseres öffentlich zugänglichen Verlages und Buchladens gegenüber drücken wir es immer so aus: „Von Sara Wagenknecht bis Markus Söder ist bei uns jeder Politiker auf eine Tasse Kaffee willkommen. Es gäbe sicher interessante und schöne Streitgespräche. Für das AfDreckspack bleibt unsere Tür geschlossen.“
  • Für Autorinnen, die – nennen wir es mal so – sich als queerfeministische Vorkämpferinnen und berufsbetroffene #Metoo-Opfer präsentieren, aber in ihren Geschichten dann „Da stieß der gutbestückte Hengst dem willig aufnehmenden Boy sein mächtiges Teil zwischen die Lippen und gierig schluckte der Junge alles, was ihm in den Rachen gespritzt wurde.“ propagieren, ist kein Platz. Merke: Sich für Frauenrechte einsetzen, überall gegen Sexismus wettern, aber dann in Büchern (minderjährige) Jungs als billige und willige Sexspielzeuge darstellen, die es brauchen …, bevor es noch ekliger wird, lassen wir es lieber. Es gibt solche Autorinnen, wir finden sie eklig und wollen mit dieser Art heuchlerischer Doppelzüngigkeit nichts zu tun haben. Obiges Zitat stammt aus dem Manuskript einer solchen „Queerfeministin“, welches wir mit klaren Worten abgelehnt haben. Mit Verharmlosung, ja gar Verherrlichung von Missbrauch wollen wir als Verlag in unserem Programm nichts zu tun haben.

Gibt es Themen, an denender Bundeslurch Verlag kein Interesse hat?

  • Horror gehört nicht unbedingt zu unseren favorisierten Themen. Dark Fantasy und Steampunk gern, aber wer in seinen Büchern die Einsatzmöglichkeiten einer Kettensäge nicht auf das Bäumefällen beschränkt, ist bei uns falsch.
  • Wo wir schon beim Thema Horror sind, Kirche und Religion ist auch so nicht unser Ding. Wie es ein guter Freund formulierte: „Bibel, Koran, Thora und Harry Potter haben eines gemeinsam. Es sind Bücher. Und eines trennt sie. Im Namen von Harry Potter wird einem nicht der Schädel eingeschlagen.“
  • Für lesbische und queerfeministische Themen sehen wir nach aller Erfahrung keinen realistischen Markt außerhalb von eBook-Dumping-Preisen. Leider.

Was tut der Bundeslurch Verlag für seine Bücher und Autor*innen? Wie geht es weiter?

  • Der Entwurf für das Cover zu Finstere Verdammnis, eine Illustration von Martin Knipp
    Der Entwurf für das Cover zu Finstere Verdammnis, eine Illustration von Martin Knipp

    Ein eingereichtes Manuskript durchläuft ein mehrstufiges Lektorat und Korrektorat. Zunächst einmal geht es in die Runde unser Lektor*innen. Es muss sich dort jemand finden, der Spaß und Interesse an der Geschichte hat, denn der Lektor (Der Begriff „Lektor“ hat übrigens nichts mit Hannibal Lecter zu tun, auch wenn manche Autor*innen das glauben) ist der erste, der von der Qualität der Geschichte überzeugt sein muss.

  • Übrigens kann das auch bedeuten, dass wir ein Buch veröffentlichen, welches uns persönlich (Frank Lotz und Hagen Ulrich) zunächst nicht überzeugt oder berührt. Persönlich haben wir ein größeres Interesse an Gay Fantasy Geschichten. Aber wir bremsen auch für Heteros, um es salopp zu formulieren. Und wenn uns einer unserer Lektoren sagt, ein Exposé/Manuskript würde ein tolles Buch abgeben, dann machen wir dieses Buch auch. Eine gute Geschichte verdient es immer gedruckt zu werden.

In die Arbeit zwischen Lektor und Autor mischen wir uns gewöhnlich nicht ein. Der Lektor arbeitet den Text durch, macht seine Anmerkungen und Korrekturvorschläge in puncto Verständnis, Handlungsstränge, Logik- und Zeitbrüche und andere Verbesserungsmöglichkeiten, die der Autor dann annimmt oder eben auch nicht. Das letzte Wort hat immer der Autor. Und wir haben selbstverständlich das allerletzte Wort.

  • Natürlich gibt es einen Vertrag zwischen Verlag und Autor, der sich an den Mustern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels orientiert. Dort ist der Bundeslurch übrigens ordentliches Mitglied. Der Vertrag regelt das Autorenhonorar, den Vertrieb, Belegexemplare und was alles dort hineingehört.
  • Passend zum Inhalt des Buches und auf der Basis des Personentableaus sowie einer Schlüsselszene entwirft ein von uns beauftragter Illustrator/Grafiker das Cover. Wir nehmen keine Cover „von der Stange“, z.B. irgendwelche Fotos von Bildagenturen. Auch die Arbeit eines Illustrators gehört zu den Büchern aus dem Bundeslurch Verlag und trägt zum Wert des Buches bei. Selbstverständlich wird neben dem Lektor auch der Illustrator als ein am Gesamtwerk Beteiligter genannt.
  • Nachdem das Lektorat und ein erstes Korrektorat erfolgt ist, geht das Manuskript in den Satz. Es wird ein Probesatz erstellt, ein pdf, das zur Korrektur und Kontrolle noch einmal an den Autor geht. Es finden sich noch Verbesserungsmöglichkeiten, z.B. eine Kontrolle der Absätze und Umbrüche, die durch den Probesatz verrutscht sein könnten.
  • Ist alles erledigt, werden die Druckdatei für die Startauflage und die eBooks erstellt. Die gedruckte Startauflage geht an den Großhandel, der Autor bekommt seine Belegexemplare und der Rest verbleibt für unsere verschiedenen Online-Buchshops. Übrigens gibt es auch hier immer noch eine Fehlersuche, denn wenn man das gedruckte Buch in Händen hält, springt einen plötzlich … auf irgendeiner Seite … ein Druckfehler ins Gesicht. Ein Druckfehler, den vorher sechs Leute und drei Rechtschreibdurchläufe übersehen haben. Es gibt ihn, und er heißt nicht umsonst Druckfehlerteufel. Aber wir kriegen ihn.

Marketing und Vertrieb

  • Die Bücher aus dem Bundeslurch Verlag sind für den stationären Buchhandel über KNV und Umbreit bestellbar.
  • Der Endkunde kann unsere eigenen Webshops nutzen, was uns natürlich am liebsten ist. Von wegen Umsatz und so. Amazon mögen wir nicht wirklich.
  • Die eBooks sind über alle gängigen eBook-Plattformen erhältlich.
  • Buchwerbung erfolgt ebenso über Newsletter und die Social Media Kanäle.
  • Messen wie die Leipziger Buchmesse oder die Frankfurter Buchmesse haben wir im Visier und planen für 2021 die Teilnahme (so Corona will)